Saisaonvorschau 2017/18


Die Schachsaison geht in den nächsten Tagen wieder los. Hier ein Überblick aller Klassen in denen Mannschaften des Bezirkes 2 aktiv sind – inklusive einer sicherlich subjektiven Einschätzung über Aufstiegschancen und Abstiegsnöte.



Verbandsliga Nord

Die ersten Mannschaften vom SC Fulda und SK Turm Bad Hersfeld vertreten hier den Bezirk. Einen Aufstiegskampf im eigentlichem Sinne wird es in dieser Klasse nicht geben. Die Schachfreunde Bad Emstal/Wolfhagen werden ungehindert durchmarschieren: 6 Ukrainische Spieler mit Elozahlen zwischen 2200 und knapp 2500 plus starke heimische Akteure sprechen eine deutliche Sprache.
 

Und wenn es eng wird: Bad Emstal/Wolfhagen hat noch 6 GM in ihren Reihen, die sie gar nicht einsetzen wollen (Vereinsphilisophie: Sicher aufsteigen, aber nicht die Gegner mit unnötigen 8:0 Klatschen demotivieren) aber theoretisch im Bedarfsfalle als Ersatzspieler einsetzen könnten.
 

Nach DWZ-Schnitt ist der SC Fulda die zweitstärkste Mannschaft, dicht gefolgt von Gelnhausen, Oberursel 2 und Gründau.

 

Der SK Turm Bad Hersfeld ist mit einem DWZ-Schnitt von 1896 die schlechteste Mannschaft in dieser Liga. Das sind fast 100 Punkte weniger als das Aufgebot vom SK Marburg.

 Da vermutlich 2 Mannschaften absteigen werden, wird es nicht reichen „nur“ Marburg hinter sich zu lassen. Aber was soll`s? In der letzten Saison schien die Lage ebenso aussichtslos und mit ein wenig Glück und dank der Tatsache. dass alle Hersfelder besser gespielt haben als die DWZ vermuten ließ, wurde der Klassenerhalt geschafft.

 


Landesklasse Nord

In der Landesklasse Nord sind wir mit 4 Mannschaften vertreten: SC Fulda 2, SV Alsfeld, SC Langenbieber und SVG Lauterbach.
 

SC Fulda 2 ist neben Bad Sooden-Allendorf und Vellmar einer von 3 Aufstiegskandidaten. Möglicherweise kann auch Wehlheiden hier ein Wörtchen mitreden. Die anderen 6 Mannschaften werden „nur“ um den Klassenerhalt spielen. Der SV Alsfeld wird diese Aufgabe – so meine persönliche subjektive Meinung – schaffen. Auch beim SC Langenbieber habe ich da keine großen Bedenken. Für die SVG Lauterbach wird es eine enge Kiste: fifty-fifty.
 

Wenn es also gut läuft, halten alle 4 Mannschaften aus unserem Bezirk die Klasse. Wenn’s dumm läuft, steigt SVG Lauterbach ab und der SC Langenbieber oder SV Alsfeld hat eine Formkrise. Es wird vermutlich 2 Absteiger geben!

 

Bezirksoberliga


Die schlechte Nachricht: Es sind dieses Jahr nur 9 Mannschaften. Letzte Saison sah sich keine Mannschaft der Bezirksliga dazu imstande, in die Bezirksoberliga aufzusteigen.

 

Für Außenstehende zum Verständnis: In der Bezirksliga wird an 5 Brettern gespielt, in allen anderen Klassen an 8 Brettern. Das ist auch gut so, da sonst viele Vereine ihre Bezirksligamannschaft mangels ausreichend Spieler zurückziehen müssten. Als negativer Nebeneffekt ergibt sich aber zuweilen die Situation, dass eine Mannschaft mit 5 Spielern sehr gut spielt und sich das Aufstiegsrecht erwirbt, diese Aufstiegsrecht aber mangels Masse nicht wahrnehmen kann.

Aufstiegsfavorit ist der SVG Schenklengsfeld. SV Alsfeld 2 und der SC Rotenburg werden sicherlich dafür sorgen, dass sich Aufstiegsträume nicht allzu leicht verwirklichen lassen.

 

Am anderen Ende der Tabelle ist die SG Springer Burghaun prädestiniert für die rote Laterne. Selbstverständlich werden das die Burghauner nicht voller Demut so hinnehmen und versuchen diese Ehre weiterzureichen. Der SV Rochade Hünfeld, SVG Lauterbach 2 und der SC Ehrenberg sind hier die Kandidaten.

 

Die beiden anderen Mannschaften SC Fulda 3 und SK Turm Bad Hersfeld 2 werden sich im Mittelfeld tummeln. Beide Mannschaften können an einem guten Tag jeden besiegen, sind aber zu schwach um selbst um die Spitzenplätze mitzuspielen. Beide Mannschaften kassieren an einem schlechten Tag gelegentlich auch eine Niederlage gegen die „Hinterbänkler“, sind aber zu stark und zu ausgeglichen um im Kampf um die rote Laterne hineingezogen zu werden.

 

Einen Absteiger wird es vermutlich nicht geben, da wenn irgendwie möglich die Bezirksoberliga nächste Saison wieder auf 10 Mannschaften aufgestockt wird. Nur wenn aus der Landesklasse Nord zwei Mannschaften aus unserem Bezirk absteigen und aus der Bezirksliga eine Mannschaft ihr Aufstiegsrecht wahrnehmen möchte, gibt es einen Absteiger.

 


Bezirksliga

 

Hier die gute Nachricht: 8 Mannschaften haben für diese Klasse gemeldet. Letzte Saison hatte der Bezirk einen Tiefstand mit nur 5 gemeldeten Mannschaften und dunkle Wolken am Himmel. Was passiert, wenn sich der Trend fortsetzt und es noch weniger Mannschaften werden? 8 gemeldete Mannschaften zeugen von erfolgreicher Nachwuchsarbeit und einer – hoffentlich dauerhaften – Trendwende.
 

Deutlicher Anwärter auf den Aufstiegsplatz ist die zweite Mannschaft des SC Langenbieber. 5 starke „altgediente“ Kämpfer plus eine starke Ersatzbank. Weitere Prognosen traue ich mir nicht zu. Diese Klasse ist ideal geeignet für Neueinsteiger und es ist nicht unüblich ein oder zwei Erwachsene zu melden, die als Fahrer und/oder Trainer fungieren und die Mannschaft mit Kindern/Jugendlichen aus dem Schulschach oder der Vereinsjugend aufzufüllen. Dieses Jahr gibt es sehr viele mir nicht bekannte Namen.
 

Die anderen 7 Mannschaften: SV Alsfeld 3, SC Rotenburg 2, SK Turm Bad Hersfeld 3, SC Ehrenberg 2, SVG Schenklengsfeld 2, SC Fulda 4 und SC Fulda 5.

 


Frauenliga

In den letzten Jahren hatte der SK-Turm Bad Hersfeld eine Mannschaft in der Frauenregionalliga gemeldet. Diese Saison geht das leider nicht mehr. Abiturjahr, Studium, Berufseinstieg... und zwei Nachwuchsspielerinnen haben sich leider vom Schachspiel zurückgeszogen. Der SK Turm Bad Hersfeld kann zwar immer noch 10 weibliche Namen auf ein Anmeldeformular schreiben, aber nicht sicherstellen, dass an den Spieltagen auch 4 Spielerinnen am Brett sitzen.


Verfasser: Eckhard Krauße, aktiv beim SK Turm Bad Hersfeld

 

Da die meißten Leser dieser Hompage mich kennen, verzichte ich auf weitere Angaben und Selbstbeweihräucherungen. Wer mich nicht kennt, kann ja jemanden fragen, der mich kennt.