Saisonvorschau 2018/19


Bevor wir uns die Ligen mit Osthessischer Beteiligung anschauen, lohnt sich zunächst ein Blick auf die übergeordneten Ligen:
 

Die Schachfreunde Bad Emstal/Wolfhagen haben weiter aufgerüstet und stellen mit einem DWZ-Schnitt von 2416 mit Abstand die stärkste Mannschaft in den hessischen Ligen. Viele Spieler, die mit der ersten Mannschaft letzte Saison den Aufstieg geschafft haben, sind jetzt für Sfr Bad Emstal/Wolfhagen 2 gemeldet – die mit einem DWZ-Schnitt von 2227 zweitstärkste Mannschaft in den Hessischen Ligen!

 
Gegenläufige Meldungen vom Kasseler SK 1876. Die Spieler der ersten Mannschaft (Bisher Oberliga Ost) und auch Teile der zweiten Mannschaft (Hessenliga)  haben den Verein  verlassen. Als Konsequenz wurde die erste Mannschaft vom Spielbetrieb zurückgezogen, die bisherige zweite Mannschaft wird zur ersten Mannschaft und füllt Ihre Lücken mit Spielern der Landesklassenmannschaft, welche dadurch ihrerseits wieder erheblich geschwächt wird.

 

Verbandsliga Nord

SC Fulda 1 ist hier der einzige Bezirksvertreter. 2017/18 hat diese Mannschaft nur gegen Wolfhagen verloren und war in den restlichen 8 Begegnungen siegreich.  Diese Saison spielt Fulda mit derselben Mannschaft (nur marginale Änderungen in der Spielerreihenfolge) und sollte sehr gute Aussichten auf den Aufstieg in die Hessenliga haben.  Ein Zuckerschlecken wird’s aber nicht werden – Biebertal, Niederbrechen und Oberursel 2 stellen eine ähnlich starke Mannschaft wie Fulda.

 

Für den Bezirk ebenfalls von Interesse ist das Abschneiden von Vellmar. Vellmar konnte etwas vom Aderlass des Kasseler SK 1876 profitieren. Philipp Humburg und David Halt haben gewechselt



Landesklasse Nord

 

Mit SC Fulda 2, SK Turm Bad Hersfeld, SC Langenbieber und SV Alsfeld haben wir 4 Bezirksvertreter in dieser Klasse. Die Aufstiegsfrage stellt sich nicht: Sfr Bad Emstal/Wolfhagen 2 wird keiner anderen Mannschaft nur den Hauch einer Chance lassen. Die klar zweitstärkste Mannschaft bietet SC Fulda 2. Allerdings wird diese Mannschaft ihrer erstem Mannschaft im Kampf um den Aufstieg in die Hessenliga keine Ersatzspieler vorenthalten nur um hinter Wolfhagen den 2. Platz zu sichern.


Der Abstiegskampf: Die deutlich schlechteste Mannschaft hat der Kasseler SK 1876 2. Vom DWZ-Schnitt sollte diese Mannschaft eigentlich alle Kämpfe verlieren. Andererseits können die Kasseler dadurch frei aufspielen und der Druck des „Gewinnenmüssens“ liegt immer beim Gegner… Gleich in der 1. Runde wird der SK Turm Bad Hersfeld damit umgehen müssen.


Jetzt noch mal kurz zurück zum Abschneiden des SK Vellmars 1950 in der Verbandsliga. Wenn Vellmar den Klassenerhalt schafft – geschätzte Wahrscheinlichkeit 70% - gibt es in der Landesklasse Nord nur einen Absteiger. Der Kasseler SK 1876 wird den 10.Platz einnehmen – Abstiegskampf beendet. Schafft Vellmar den Klassenerhalt nicht, steigt aus der Landesklasse auch Platz 9 ab.


Hier werden sich dann in erster Linie der SC Eschwege, SV Alsfeld und SC Langenbieber einen Dreierkampf bieten. Der SK Turm Bad Hersfeld ist vom DWZ Schnitt zwar „viel weiter oben“ angesiedelt, allerdings hat Hersfeld einige gute Spieler, die aus verschiedenen privaten/beruflichen Gründen nicht immer / nur gelegentlich / eher selten spielen können. Der DWZ-Schnitt der tatsächlich spielenden Mannschaft wird daher in jedem Kampf um einiges niedriger sein als der DWZ-Schnitt der gemeldeten Mannschaft. Ich bin guter Dinge, dass wir Hersfelder nichts mit dem Abstieg zu tun haben werden, aber es ist nicht ausgeschlossen, dass aus dem Dreierkampf um Platz 9 ein Viererkampf wird.



Bezirksoberliga


Der SVG Lauterbach 1 ist letzte Saison abgestiegen, hat die nominell stärkste Mannschaft und sicherlich Ambitionen wieder aufzusteigen. Allerdings spielt auch die eigene zweite Mannschaft in der Bezirksoberliga… Die Ersatzbank von Lauterbach dürfte da nicht grade prall gefüllt sein.


Der Vorjahressieger – SV Alsfeld 2 – spielt in dieser Klasse weil die eigene erste Mannschaft letzte Saison aus der Landesklasse abgestiegen ist. Durchaus möglich dass sich Alsfeld 2 selber schwächt, indem sich starke Spieler in der ersten festspielen um einen möglichen Abstieg der Landesklassenmannschaft zu verhindern.


Die SVG Landeck Schenklengsfeld hat sich letzte Saison einen Zweikampf mit SV Alsfeld 2 geliefert und auch dieses Saison eine starke Mannschaft.


Diese drei Mannschaften werden sich einen Kampf um den Aufstieg liefern, wobei ich persönlich auf der SVG Lauterbach 1 als Sieger tippe – trotz der möglichen Problemen mit der Ersatzbank -.


Am anderen Ende der Tabelle werden sich SVG Lauterbach 2 und SC Ehrenberg einen Kampf gegen die Rote Laterne liefern. Einen Absteiger wird es aber nur geben, wenn Alsfeld, Langenbieber oder Hersfeld aus der Landeslasse absteigen und eine Mannschaft auf der Bezirksliga aufsteigen will.


Die anderen Mannschaften SV Rochade Hünfeld, SC Rotenburg, SK Turm Bad Hersfeld 2, SC Fulda 3 und SG Springer Burghaun werden weder mit Aufstieg noch mit einem möglichen Abstieg was zu tun haben.



Bezirksliga


7 Mannschaften: SC Langenbieber 2, SVG Landeck Schenklengsfeld 2, SC Rotenburg 2, SV Alsfeld 3, SC Fulda 4, SC Fulda 5 und SK Turm Bad Hersfeld 3.

 

Diese Klasse – mit vielen Neulingen, Kindern/Jugendlichen die ich zum Teil nicht kenne und die ihre Spielstärke im Laufe der Saison noch ändern (hoffentlich steigern) ist wie jedes Jahr schwer einzuschätzen.


Vorjahressieger SC Langenbieber 2 hat wieder die deutlich stärkste Mannschaft und wird auch 2018/19 die Klasse wieder gewinnen. Am Tabellenende wird sich wohl der SK Turm Bad Hersfeld 3 wiederfinden. Eine sehr junge Mannschaft die noch mit Ersatzspielerinnen aus der Grundschule verstärkt (und verjüngt) wird. Die Spieler von SC Fulda 4 und SC Fulda 5 kenn ich überwiegend nicht – möglicherweise kann der SK Turm Bad Hersfeld die Rote Laterne da weiterreichen.


Verfasser: Eckhard Krauße, aktiv beim SK Turm Bad Hersfeld

 

Da die meißten Leser dieser Hompage mich kennen, verzichte ich auf weitere Angaben und Selbstbeweihräucherungen. Wer mich nicht kennt, kann ja jemanden fragen, der mich kennt.