Schulschach


In vielen Schulen, einschließlich der Grundschulen, wird heutzutage in Deutschland Schach zumindest als AG angeboten, da sich herausgestellt hat, dass Schach ein ganzes Spektrum an positiven Einflüssen auf die Kinder hat. Auch im Bezirk Osthessen wird an den Schulen reichlich Schach unterrichtet, zum Teil sogar als reguläres Unterichtsfach.

Zudem gibt es etliche Schulschachturniere, bei welchen die Kinder nach Klassen sich mit den jeweils Gleichaltriegen messen können.


Osthessische Schachschüler zum Austausch in Serbien

Schach spielen, das Land kennen lernen und Freundschaften schließen. Mit dieser Zielsetzung reisten die Schachschulmannschaft der Jakob-Grimm-Schule Rotenburg und die Schulschachauswahl  des Bezirks Osthessen auf Einladung des ersten serbischen Schachverbandes und der von Schachlehrerin Marija Lukic betriebenen Schachschule Vidikovac nach Belgrad, um sich dort mit serbischen Schülern zu treffen.

 

Im Schach ging es für die Osthessen vor allem darum, Wettkampferfahrung auf internationaler Ebene zu sammeln. Traten die Serben doch mit Spielerinnen und Spielern an, die in ihren Jahrgängen zu den stärksten in Europa zählen. So siegten die Gastgeber im doppelrundigen Mannschaftskampf zwischen den beiden 11er-Teams im Alter von 12 bis 18 Jahren deutlich mit 16:6. Dennoch zeigten sich die Betreuer Biljana Vokic und Uwe Brehm mit den Leistungen ihrer Schützlinge zufrieden. Denn diese fuhren an den mittleren und hinteren Brettern nicht nur fünf Siege und zwei Remis ein, sondern hielten ihre Partien auch an den vorderen Brettern lange offen, bevor sie sich im Endspiel geschlagen geben mussten.

 

Über den Mannschaftswettkampf hinaus nahmen die Osthessen an der „VI. Trofej Vidikovca“, einem Einzelturnier teil, zu dem über 70 Jugendliche aus allen Regionen Serbiens antraten. Dabei gelang Lisa Landsiedel (Schenklengsfeld) und Ognjen Vokic (Rotenburg)  in der Altersklasse bis 14 Jahre mit 3,5 bzw. 4 Punkten aus 5 Partien mit dem Gewinn der Bronzemedaille sogar der Sprung aufs Siegertreppchen.

 

Im Rahmenprogramm besuchten die Osthessen in Belgrad u.a. den Dom des heiligen Sava und spazierten von dort durch das Regierungsviertel, die Einkaufsstraße Knez Mihailova  und den Park Kalemegdan bis zur Mündung der Save in die Donau. Auf der in der Save gelegenen Freizeitinsel Ada Ciganlija spielten die serbischen und deutschen Schüler  gemeinsam Fußball, Basketball und Volleyball, wobei die serbischen Jugendlichen insbesondere dadurch beeindruckten, dass sie nicht nur gute Schachspieler, sondern auch ausgezeichnete Basketballer sind.

 

Weitere Ausflüge und informelle Schachspiele und –variationen (v.a. Tandemschach in gemischten Teams) rundeten das dichte Programm ab. Dabei entwickelten sich zahlreiche Freundschaften zwischen den serbischen und deutschen Jugendlichen, so dass beide Seiten bereits dem im Februar 2020 geplanten Gegenbesuch der Serben in Osthessen entgegenfiebern.

 

Die Schachteams aus Belgrad und Rotenburg-Osthessen vor Eröffnung der Schachpartien...


… und nach der Siegerehrung